Der handgeführte Gesteinsbohrer wurde 1912 von Ingersoll-Rand Co. eingeführt. Je nach Antriebsart werden vier Kategorien unterschieden: pneumatisch, hydraulisch, elektrisch und mit Verbrennungsmotor. Pneumatische Antriebe sind am weitesten verbreitet. Handgeführte Gesteinsbohrer eignen sich zum Bohren von nach unten oder schräg verlaufenden Sprenglöchern, großen Sprenglöchern für die Sekundärzerkleinerung, Ankerlöchern (flachen vertikalen Löchern) und Seilrollenlöchern (flachen horizontalen Löchern) in mittelhartem und übermittelhartem Erz. Der Bohrdurchmesser beträgt 19–42 mm, die maximale Bohrtiefe 5 m, in der Regel jedoch weniger als 2,5 m. Gängige pneumatische Handbohrmaschinen für Gestein weisen eine Schlagenergie von 15–45 J, eine Schlagfrequenz von 27–36 Hz, ein Bohrdrehmoment von 8–13 N·m, einen Arbeitsdruck von 0,5–0,7 MPa, einen Luftverbrauch von 1500–3900 l/min und ein Gewicht von 7–30 kg auf.
Veröffentlichungsdatum: 31. März 2021